Die Sprechblase – Jan. 2013, 38, Jahrg., Nr. 226

„Und in Deutschland hat dann ja dieser Rechtsanwalt Günther Freiherr von Gravenreuth die Rechte des Zeichners Albert Uderzo vertreten und ist gegen die ASTERIX-Raubdrucke vorgegangen. Es sind einige Zeitungsartikel erschienen. Da kam mir und einem Freund die Idee, wir schreiben alle wichtigen Comic-Händler in Deutschland an, um ihnen zu sagen, dass der ASTERIX-Band ‚Der große Graben‘ ein neuer Raubdruck wäre und dass er so schlecht ist dass man sofort erkennt, dass es kein wirklicher ASTERIX-Band sein könne.“
-
Was?
Bevor mich Levin Kurio von Weissblech Comics gefragt hat, ob unser Interview nicht in der Sprechblase nachgedruckt werden dürfe, habe ich noch nie von der Zeitschrift gehört. Einziges Problem, so Levin: „Die können nichts zahlen.“ Als Blogger und Fanziner bin ich Selbstausbeutung gewöhnt. Ging klar.
Turnus
Dreimal jährlich
Vermutete Zielgruppe
Es geht hier zwar um Comics, aber das akribische Interesse lässt hier einen Leserkreis vermuten, der weiß, männlich und im derzeitigen Durchschnittsalter der Deutschen liegt (um die 42 Jahre). Eher nichts für Kinder.
Werbung
Inhalt & Layout
Der „bunte Medienmix“ thematisiert unter anderem die letztjährige Wiederauferstehung vom YPS-Magazin:
Weiter hinten erfährt man etwas über die unterschiedlichen Kolorierungen alter Tarzan-Comics
Extra
Leider nur in schwarzweiß erlebt man wie Mischa die kleinen Höhlenbewohner von einem unbekannten Planeten in Raumsektor 7 rettet und auf Unixlinux nicht nur in einen Kampf zwischen wilden Menschen und durchgeknallten Robotern gerät, sondern auch noch von seiner Kollegin, der „kessen Connie“ zum Narren gehalten wird.
Verdikt
Es gibt Comics zu jedem Thema. Selbst zum inzwischen abgetretenen Benedikt XVI gibt es etwas zu lesen. Das Efeu kultischer Verehrung ist gut zum herumklettern, aber Efeu, so sagen uns die Märchen, ist giftig und das ist bei übermäßiger Comickonsum im Erwachsenenalter sicher auch der Fall.