UGLY THINGS – # 17, Summer ’99

I never figured how the Ramones got by with their long hair once the whole English punk thing caught on.
Was?
„Wild sounds from past dimensions“, genauer: Garage Rock. Bedeutet erstmal nichts anderes als B-Klasse 1960er Jahre Musik in bisweilen ganz mieser Produktion. Proto Punk wird es immer wieder gerne genannt. Ende der Achtziger kam ein Revival des Sounds. Es entstand Ugly Things. Herausgeber Mike Stax ist ein bekannter Akteur und Linternotes-Autor. Ich fantasiere manchmal von seiner vermutlich gigantischen Plattensammlung.
Preis-Inhalts-Verzeichnis
Seitenzahl inklusive Cover: Pralle 164 Seiten
Ganzseitige Anzeigen: 25 Seiten (nicht alle mit einer einzigen Anzeige gefüllt, sondern Sammelbecken für diverse Produktwerbungen)
Preis: $ 5.95
Format: US Letter
Preis pro Inhaltsseite: $ 0.042805755
Titel
Die Ankündigung für Pretty Things steht in gleichberechtigter Größe unter dem Magazinlogo. Das Foto ist der Hammer.
Erwerbsgeschichte
Vor Jahren bei Green Hell bestellt. Sicherlich mit der Nachpressung einer Sonics Single.
Inhalt
Ein riesiger Haufen, den Uninteressierte berechtigterweise als redundant bezeichnen dürfen. Wo soll ich anfangen? Lieber gar nicht. Es bringt nichts die ganzen Bands aufzuzählen. Check einfach diesen Link oder diesen. Vielleicht bist du danach angefixt und dann habe ich vielleicht dem Ugly Things einen neuen Leser generiert. Oder zumindest ein paar Downloads inspiriert.
Layout
Ehrenwerter Weise ist das Innenleben von Ugly Thing in schwarz-weiß gehalten. Alles andere würde das Sujet in seiner Rückwärtsgewandtheit auch verhöhnen. Unveröffentlichte Bildaufnahmen sind bei der Aufarbeitung alter Rock-Kamellen besonders wichtig. Hier sind sie zuhauf enthalten.
Verdikt
Dieses Heft ist aus zwei Gründen bemerkenswert.
Erstens: Ugly Things # 17 kam 1999 raus und behandelt fast ausschließlich Bands, die in der Zeit Veröffentlichung bereits seit 30 Jahren über ihren Zenit und in den meisten Fällen auch über den Jordan waren. Selbst der ganze Garage-Revival-Kram kommt außerhalb der Anzeigen nicht vor.
Zweitens: Ugly Things # 17 kam 1999 raus und hat Anzeigen wie die für eine neue Website der Pretty Things mit der überlangen Domain http://www.mindspring.com/˜us000091/pretties.htm. 1999 war das Jahr in dem man Star Wars – Episode 1 selbst in Ostfriesland schon Wochen vor Kinostart auf Video-CD gucken konnte, wo man anfing bei Amazon zu bestellen und regelmäßig E-Mails zu schreiben. Es war eine Zeit in der man unvorstellbar umständliche www-Adressen in das Brownserfenster eingab, eine Zeit in der noch nicht „gegoogelt“ wurde. Deswegen ruft die Ausgabe von Ugly Things so ein wohlig-warmes Gefühl der Nostalgie in mir vor.
Außerdem tritt dieser Garage-Sound einfach Arsch!